Die neue Dauerausstellung im Residenzschloss
Mit der Ausstellung „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“ wird im Dresdner Residenzschloss ein bedeutendes Kapitel europäischer Fest- und Hofkultur neu erlebbar. In den aufwendig restaurierten und teilrekonstruierten Festsälen im 2. Obergeschoss – dem Großen Ballsaal und dem Propositionssaal – präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine langfristig angelegte Sammlungspräsentation mit über 400 Exponaten aus der Rüstkammer und weiteren Sammlungen.
Aufgabe und Herausforderung
Die außergewöhnliche Materialvielfalt der Exponate stellte hohe Anforderungen an den Vitrinenbau, die Technik und die präventive Konservierung. Empfindliche Kunstwerke aus unterschiedlichen Materialien mussten sicher geschützt, konservatorisch stabil gelagert und zugleich eindrucksvoll präsentiert werden.
Gefordert waren Vitrinenlösungen mit hoher Dichtigkeit, aktiver Luftumwälzung, Luftfilterung, geprüfter Schadstofffreiheit, entspiegelter Verglasung und präziser LED-Museumsbeleuchtung.
Konservatorische Sicherheit und geprüfte Schadstofffreiheit
Besonders anspruchsvoll war der Nachweis einer objektverträglichen Ausführung. Dafür wurden alle eingesetzten Materialien nach dem BEMMA-Schema geprüft. Zusätzlich erfolgte auch an den fertig montierten Vitrinen eine Untersuchung des Vitrineninnenraums, um die Schadstofffreiheit des gesamten Systems nachzuweisen.
Damit wurde nicht nur die Eignung einzelner Materialien betrachtet, sondern auch das emissionsarme Zusammenspiel aller Bauteile innerhalb der vollständig montierten Museumsvitrine.
Museumsvitrinen im historischen Raum
Eine weitere Herausforderung bestand in der Einbindung der Vitrinen und Ausstellungselemente in die historische Architektur der rekonstruierten Festsäle. Die Lösungen sollten technisch leistungsfähig sein, sich gestalterisch zurücknehmen und zugleich die Wirkung der Räume und Exponate stärken.
Lösung und Ergebnis
REIER übernahm die Projektierung, Fertigung und Montage umfangreicher Museumsvitrinen und Ausstellungselemente.
Für den Großen Ballsaal entstanden zwei raumgreifende Hochvitrinenanlagen aus mehreren Elementen sowie eine monumentale Gemäldewand. Für den Propositionssaal fertigte REIER sieben große Hochvitrinen, eine voluminöse Flachvitrine mit zwei separaten Ausstellungsbereichen für liegende Textilien, eine Podest-Vitrinen-Kombination mit Kulissenarchitektur sowie Büstensockel, ein Medienmöbel und weitere Ausstellungselemente.
Museumstechnik für Schutz und Präsentation
Die maßgeschneiderten REIER-Vitrinen verbinden konservatorischen Schutz, hohe Sicherheit und optimale Betrachtungsqualität. Entspiegeltes Sicherheitsglas, aktive Luftführung, Filtertechnik, integrierte Alarmkontakte, präzise Verriegelungssysteme und fein steuerbare LED-Punktstrahler schaffen stabile Bedingungen für wertvolle Kunst- und Kulturgüter.
Gleichzeitig ermöglichen die technisch und gestalterisch abgestimmten Lösungen eine klare, brillante Präsentation der Exponate.
Planung und Fertigung aus einer Hand
Als deutsche Vitrinenmanufaktur brachte REIER seine besondere Fertigungstiefe in das Projekt ein. Das Leistungsspektrum reichte von der technischen Planung und Konstruktion über die Glasbearbeitung, den Metall- und Holzbau, die Oberflächenveredelung und Elektrotechnik bis zur Montage und Installation vor Ort.
So entstand eine ganzheitliche Ausstellungslösung, die präzise auf die Exponate, die historischen Räume, das gestalterische Konzept und die konservatorischen Anforderungen abgestimmt ist.
Nachhaltigkeit und langfristiger Betrieb
Die Ausstellung ist langfristig angelegt. Entsprechend wurden auch die Vitrinen und Ausstellungselemente auf Dauerhaftigkeit, Wartungsfähigkeit und einen sicheren Museumsbetrieb ausgelegt.
Dokumentierte Materialien, zugängliche Technikbereiche, detaillierte Bedienungs- und Pflegehinweise sowie robuste Konstruktionen unterstützen eine lange Nutzungsdauer. Bei sachgerechter Pflege und regelmäßiger Wartung können die Vitrinen über Jahrzehnte hinweg genutzt werden.
Emissionsarme Materialien und energieeffiziente Technik
Der umfassende Schadstoffnachweis nach BEMMA, die Prüfung der fertig montierten Vitrinen, energieeffiziente LED-Beleuchtung, emissionsarme Oberflächen und aktive Luftfilterung tragen dazu bei, konservatorische Risiken zu reduzieren.
Auf diese Weise werden die kostbaren Zeugnisse höfischer Festkultur nicht nur wirkungsvoll präsentiert, sondern auch langfristig und nachhaltig bewahrt.
Recyclingfähige Komponenten
Auch über die Nutzungsdauer hinaus folgt das Projekt dem Nachhaltigkeitsgedanken. Die verwendeten Komponenten können nach dem Ende ihres Produktlebenszyklus dem Recycling zugeführt werden.
So verbindet REIER langlebige Vitrinentechnik mit verantwortungsvollem Materialeinsatz und einer ressourcenschonenden Perspektive.
Kompetenz im anspruchsvollen Museumsvitrinenbau
Mit diesem Projekt zeigt REIER seine Kompetenz im anspruchsvollen Vitrinenbau für Museen: präzise Museumstechnik und Ingenieurkunst made in Germany – entwickelt für sensible Exponate, komplexe Ausstellungsräume und Präsentationslösungen, die Schutz, Funktion und Ästhetik überzeugend miteinander verbinden.